Sonniges Bogenschießen mit Gästen, Pfennigjagd und viel Gelächter
Am gestrigen Sonntag durften wir bei herrlichem Wetter zwei Gäste zum Bogenschießen begrüßen. Ausnahmsweise begann unser Training bereits um halb elf – und mit viel Elan, guter Laune und ausreichend Getränken starteten wir gemeinsam in den Tag.

Da sich das Wetter über Erfurt an diesem Sonntag von seiner besonders hitzigen Seite zeigte, waren wir spätestens in der Mittagssonne sehr dankbar für unser neu bedachtes Carport. Es bot nicht nur Schatten, sondern auch einen angenehmen Rückzugsort für kleine Pausen, Gespräche und die dringend nötige Flüssigkeitsaufnahme.
Die ersten Stunden verbrachten wir mit einem kleinen internen FITA-Wettkampf, den Norbert und einer unserer Gäste weitestgehend unter sich ausmachten. Trotz der Hitze wurde konzentriert geschossen, gelacht, gefachsimpelt und natürlich immer wieder pausiert.
Nach einem ausgiebigen Essen, geliefert von einem kurdischen Dönerhaus aus der Geschwister-Scholl-Straße, wagten wir uns an eine neue, etwas ungewöhnliche Disziplin für unseren Bogensport: das Pfennigschießen.
Dafür wurden ausgedruckte D-Mark-Münzen – vom 1-Pfennig-Stück bis zum 5-Mark-Stück – auf der Scheibe drapiert. Ein zwanzigseitiger Würfel entschied anschließend, welches Produkt aus einer großen Liste mit Supermarktpreisen aus dem Jahr 2000 „eingekauft“ werden musste. Geschossen wurde also nicht nur auf Punkte, sondern auf den eigenen Warenkorb.

Norbert stellte sich dabei eine recht umfangreiche Einkaufsliste für den Wocheneinkauf bei Lidl zusammen. Ich hingegen besann mich eher auf die Grundnahrungsmittel und erschoss mir vor allem Bier, Reis und Fruchtjoghurt. Eine Disziplin, die nicht nur Treffsicherheit, sondern auch Einkaufsstrategie verlangte – zumindest ein bisschen.

Als der Abend langsam angenehmer wurde und sich auch das Rotmilan-Pärchen über unserem Gelände allmählich in die Federn legte, ließen wir den Tag ausklingen. Am Ende standen Tränen vor Lachen, viele schöne Gespräche, zufriedene Gäste und die sichere Erwartung des Muskelkaters am nächsten Tag.
Ein rundum gelungener Sonntag auf unserem Bogenstand – mit Sonne, Schatten, Spaß und einer neuen Disziplin, die wir sicher nicht zum letzten Mal ausprobiert haben.
