Digitaler Start geglückt – SV-Domblick Digital 2.0 geht in den Vereinsbetrieb

Am 02. September 2026 war es so weit: SV-Domblick Digital 2.0 wurde erstmals regulär im Vereinsbetrieb eingesetzt.

Nach einer längeren Entwicklungs- und Testphase konnte das neue System unter realen Bedingungen zeigen, wofür es entwickelt wurde: Abläufe rund um Training, Standnutzung, Gebühren und Verwaltung einfacher, übersichtlicher und weniger fehleranfällig zu machen.

Der erste Trainingstag mit dem neuen Verfahren verlief sehr erfolgreich – und damit ist ein wichtiger Schritt geschafft.

Vom handschriftlichen Rechnen zum schnellen Buchungsvorgang

Bislang bestand die Anmeldung eines Schützen aus vielen kleinen manuellen Arbeitsschritten.

Zunächst wurde gefragt, was für das Training benötigt wird. Danach musste geklärt werden, ob es sich um ein Mitglied oder einen Gast handelt, da unterschiedliche Standgebühren gelten. Falls keine eigene Waffe vorhanden war, wurde eine passende Leihwaffe herausgesucht und deren Gebühr ermittelt.

Anschließend folgten gegebenenfalls Munition und Scheibenmaterial. Auch hier mussten die passenden Preise nachgeschlagen und eingetragen werden.

Am Ende wurden Standgebühr, Leihwaffe, Munition, Scheibenmaterial und weitere Positionen von Hand zusammengerechnet.

Jeder einzelne Schritt war für sich genommen unkompliziert. In der Summe kostete der Vorgang jedoch Zeit und erforderte Konzentration – insbesondere dann, wenn mehrere Schützen gleichzeitig warteten. Ein übersehener Posten, ein falsch gelesener Preis oder ein einfacher Rechenfehler konnte schnell zu einer falschen Summe führen.

Mit SV-Domblick Digital 2.0 ist dieser Ablauf deutlich einfacher geworden.

Das Mitglied hält seinen NFC-Token kurz an das Lesegerät und nennt wie bisher, was es benötigt. Die ausgebende Person beziehungsweise der Operator scannt Munition, Scheibenmaterial, Leihwaffen oder andere Artikel mit dem Barcode-Scanner ein.

Die passenden Preise und Gebühren sind bereits im System hinterlegt. Die Buchung wird automatisch zusammengestellt und die Gesamtsumme berechnet.

Für das Mitglied bleibt damit im Wesentlichen nur noch:

NFC-Token vorhalten, sagen was benötigt wird und bezahlen.

Die eigentliche Bedienung übernimmt der Operator.

Das spart Zeit und reduziert gleichzeitig die Zahl der manuellen Schritte, bei denen sich Fehler einschleichen können.

Die NFC-Karte als unkomplizierter Zugang

Jedes Mitglied erhält von uns eine eigene NFC-Karte für die Nutzung von SV-Domblick Digital 2.0.

Beim ersten Schießen wird die Karte einmalig dem jeweiligen Mitglied im System zugeordnet. Dieser Vorgang dauert in der Regel weniger als zehn Sekunden. Danach genügt bei zukünftigen Besuchen das kurze Vorhalten der Karte.

Das System weiß damit direkt, welches Mitglied gerade vor Ort ist und kann die für die Buchung notwendigen Informationen berücksichtigen.

Wer neben der ausgegebenen Karte eine andere Form bevorzugt, kann bei uns zusätzlich NFC-Schlüsselanhänger oder NFC-Aufkleber günstig erwerben und ebenfalls dem eigenen Mitglied zuordnen lassen.

Ein NFC-Aufkleber kann beispielsweise direkt am persönlichen Schießbuch angebracht werden. Damit hat man den Token automatisch bei einem Gegenstand dabei, der zum Training ohnehin benötigt wird.

Keine persönlichen Daten auf dem NFC-Token

Beim Einsatz von NFC ist uns ein Punkt besonders wichtig: Auf der NFC-Karte, dem Schlüsselanhänger oder dem NFC-Aufkleber selbst werden keine personenbezogenen Daten gespeichert.

Der Token dient lediglich dazu, die passende Zuordnung im System aufzurufen.

Wer seine Karte oder einen anderen NFC-Token verliert, gibt dadurch also weder Namen, Adresse noch andere persönliche Informationen preis. Ein Verlust ist natürlich trotzdem ärgerlich, weil der Token ersetzt beziehungsweise neu zugeordnet werden muss – persönliche Daten trägt man damit jedoch nicht mit sich herum.

Auch innerhalb von SV-Domblick Digital 2.0 verfolgen wir bewusst das Prinzip der Datensparsamkeit. Im System werden nur die personenbezogenen Informationen gespeichert, die für die notwendigen Buchungs- und Vereinsabläufe tatsächlich benötigt werden.

Digitalisierung soll die Vereinsarbeit vereinfachen – nicht dazu führen, dass unnötig Daten gesammelt werden.

Unterschiedliche Stände, unterschiedliche Anforderungen

Ein Schützenverein besteht nicht aus einem einzigen einheitlichen Trainingsbetrieb.

Auf der Luftdruckbahn gelten andere Abläufe als auf dem Bogenstand. Auf der Kurzwaffenbahn und der Langwaffenbahn kommen wiederum andere Anforderungen hinzu. Gebühren, Leihmaterial, Aufsichten und organisatorische Abläufe unterscheiden sich teilweise deutlich voneinander.

Deshalb werden die einzelnen Bereiche des Vereins in SV-Domblick Digital 2.0 getrennt betrachtet.

So können Luftdruck-, Bogen-, Kurzwaffen- und Langwaffenbahn jeweils entsprechend ihrer tatsächlichen Nutzung im Verein abgebildet werden, ohne allen Bereichen denselben Ablauf aufzuzwingen.

Für die Mitglieder bleibt die Nutzung trotzdem einheitlich und einfach. Die Unterschiede werden dort berücksichtigt, wo sie hingehören: im Hintergrund des Systems und bei der Bedienung durch den jeweiligen Operator.

Leihmaterial und Rückgaben im Blick behalten

Neben Gebühren und Artikeln spielt auch ausgegebenes Material im Trainingsbetrieb eine wichtige Rolle.

Gerade an einem gut besuchten Tag kann schnell einiges gleichzeitig passieren: Eine Waffe wird ausgegeben, Munition verkauft, Scheibenmaterial benötigt und später kommt das Leihmaterial wieder zurück, während bereits die nächsten Schützen warten.

SV-Domblick Digital 2.0 hilft dabei, diese Vorgänge übersichtlich zu halten.

Ausgegebenes Leihmaterial kann einer Buchung zugeordnet werden. Offene Rückgaben bleiben sichtbar, sodass die verantwortliche Person nicht allein darauf angewiesen ist, sich alle Ausgaben des Tages zu merken.

Dadurch wird nicht nur die Verwaltung einfacher. Vor allem bei stärkerem Betrieb kann die Aufmerksamkeit stärker dort bleiben, wo sie eigentlich hingehört: beim sicheren und geordneten Trainingsbetrieb.

Auch die Standaufsicht wird übersichtlicher

Die Standaufsicht ist ein wesentlicher Bestandteil eines sicheren Schießbetriebs.

Das System kann festhalten, wer für einen Stand als Aufsicht eingetragen ist, und sorgt damit für eine klare Zuordnung während des laufenden Trainingstages.

Gerade wenn mehrere Bereiche gleichzeitig genutzt werden – beispielsweise Luftdruck-, Kurzwaffen- und Langwaffenbahn – entsteht so ein gemeinsamer Überblick, anstatt mehrere voneinander unabhängige Listen führen zu müssen.

Die Verantwortung der Aufsicht wird dadurch selbstverständlich nicht ersetzt. SV-Domblick Digital 2.0 unterstützt lediglich bei der Organisation.

Weniger Verwaltungsarbeit nach dem Training

Die Vorteile des Systems enden nicht an der Ausgabe.

Auch nach einem Trainingstag mussten handschriftliche Listen bislang kontrolliert, Beträge nachvollzogen und Informationen für die weitere Abrechnung ausgewertet werden.

Dabei entstand häufig ein zusätzlicher Arbeitsschritt: Informationen, die während des Trainings bereits einmal aufgeschrieben worden waren, mussten später erneut gelesen, übertragen oder zusammengerechnet werden.

Mit SV-Domblick Digital 2.0 stehen diese Informationen bereits strukturiert zur Verfügung.

Davon profitieren insbesondere die Personen, die sich im Hintergrund um Kasse, Abrechnung und Verwaltung kümmern.

Gerade dieser Teil der Vereinsarbeit ist für viele Mitglieder kaum sichtbar. Trotzdem kostet er Zeit – und wird fast vollständig ehrenamtlich erledigt.

Wenn Daten während des Trainingstages ohnehin bereits erfasst werden, sollen sie später nicht noch einmal von jemand anderem abgeschrieben werden müssen.

Entwickelt für unseren Verein

SV-Domblick Digital 2.0 ist keine allgemeine Standardsoftware, die lediglich an einigen Stellen angepasst wurde.

Das System entstand aus den tatsächlichen Abläufen und Anforderungen unseres Vereins.

Unterschiedliche Stände, verschiedene Gebührenmodelle, Aufsichten, Leihwaffen, Munition, Scheibenmaterial und Rückgaben sind keine theoretischen Funktionen, sondern Dinge, mit denen unsere Helfer im normalen Vereinsbetrieb tatsächlich arbeiten.

Deshalb kann beispielsweise ein Besuch auf dem Bogenstand anders behandelt werden als ein Training auf der Langwaffenbahn, ohne dass daraus für die Mitglieder ein komplizierter Ablauf entsteht.

Gleichzeitig bleibt das System anpassbar.

Mit dem Beginn des regulären Betriebs können nun Erfahrungen aus dem echten Vereinsalltag gesammelt werden. Wenn sich dabei zeigt, dass ein Ablauf noch einfacher oder übersichtlicher gestaltet werden kann, können diese Erkenntnisse in die weitere Entwicklung einfließen.

Die Technik soll Arbeit abnehmen

Bei aller Digitalisierung bleibt für uns ein wesentlicher Grundsatz:

Wir kommen in den Verein, um Sport zu treiben – nicht um Computer zu bedienen.

Das gilt besonders für unsere Mitglieder.

Niemand soll sich durch Menüs klicken, selbst Preise zusammensuchen oder sich mit der Technik hinter dem System beschäftigen müssen.

Die Technik soll möglichst unauffällig genau die Arbeiten übernehmen, die vorher Zeit gekostet haben: Informationen zuordnen, Preise finden, Gebühren berücksichtigen, Summen berechnen und den Überblick über laufende Vorgänge behalten.

Eine gute Digitalisierung erkennt man für uns deshalb nicht daran, wie viele Funktionen auf einem Bildschirm zu sehen sind.

Sondern daran, wie wenig man sich im Alltag mit ihnen beschäftigen muss.

Mehr Zeit für das Wesentliche

Hinter einem Trainingstag steckt viel ehrenamtliche Arbeit.

Stände müssen vorbereitet und betreut, Aufsichten organisiert, Leihwaffen ausgegeben, Munition und Scheibenmaterial bereitgestellt, Gebühren erfasst und später Abrechnungen durchgeführt werden.

SV-Domblick Digital 2.0 kann und soll diese Arbeit nicht vollständig ersetzen.

Es kann aber die wiederkehrenden Verwaltungsaufgaben reduzieren, die zwar notwendig sind, für die eigentliche Vereinsarbeit aber keinen Mehrwert schaffen.

Wenn weniger Zeit mit Preislisten, handschriftlichen Einträgen und Rechnerei verbracht werden muss, bleibt mehr Zeit für die Mitglieder, den sicheren Schießbetrieb und andere Aufgaben im Verein.

Und letztlich auch mehr Zeit für unseren Sport.

Ein erfolgreicher Start

Der erste reguläre Einsatz von SV-Domblick Digital 2.0 hat gezeigt, dass der eingeschlagene Weg funktioniert.

Die Einführung verlief sehr gut und die vorgesehenen Abläufe konnten im tatsächlichen Trainingsbetrieb genutzt werden.

Natürlich werden die kommenden Wochen und Monate weitere praktische Erfahrungen bringen. Rückmeldungen von Mitgliedern, Aufsichten und den Personen, die mit dem System arbeiten, sollen deshalb weiterhin in die Entwicklung einfließen.

Das Ziel bleibt dabei unverändert:

weniger Verwaltungsaufwand, weniger Fehlerquellen und mehr Zeit für das, worum es im Verein eigentlich geht.

Mit dem erfolgreichen Start von SV-Domblick Digital 2.0 ist dafür ein großer Schritt getan.